Projektbeschreibung

Durch die veränderten Rahmenbedingungen und Kundenanforderungen wie z.B. kürzere Lieferzeiten und steigende Liefertermintreue sehen sich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Oberfranken zunehmend mit einer Steigerung der Logistikleistung und Senkung der Logistikkosten konfrontiert. Die Logistik, insbesondere die Produktionslogistik, bildet gerade diesbezüglich für diese Unternehmen eine wichtige Basis Wettbewerbs- und Kostenvorteile zu generieren und gewinnt zunehmend an Bedeutung.

 In diesem Zusammenhang stellen sich jedoch viele KMU die Frage, wie sich die relevanten Potentiale zur Generierung der Wettbewerbs- und Kostenvorteile in der Produktionslogistik erfassen, bewerten und heben lassen. Das Heben der ermittelten Potentiale ist im Allgemeinen durch das Ableiten von konkreten Optimierungsmaßnahmen möglich. Jedoch ist das Ableiten dieser Maßnahmen in vielen Fällen schwierig und es besteht ein Defizit hinsichtlich eines methodisch strukturierten und systematischen Entscheidungsprozesses.

 Das Ziel des Projektes „empower“ ist es daher, ein interdisziplinäres Konzept zur methodischen Entscheidungsunterstützung bei der Auswahl von alternativen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung produktionslogistischer Prozesse in oberfränkischen KMU zu entwickeln. Das Konzept ist die Grundlage für die Entwicklung einer Softwareanwendung, mit deren Hilfe der Entscheidungsprozess ganzheitlich unterstützt wird.

 Auftaktveranstaltung

Zum Projektauftakt am 24. November begrüßte Prof. Dr.-Ing. Rolf Steinhilper 14 Gäste aus der Wirtschaft und Forschung und stellte den Handlungsbedarf und die Potenziale im Bereich der Produktionslogistik für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Oberfranken dar. In der weiterführenden Projektvorstellung wurden die Forschungsfragen und die Projektplanung von Tom Drews aufgezeigt.

 Das Projekt hat für die oberfränkischen Industrieunternehmen einen hohen Stellenwert, betonte Prof. Dr.-Ing. Rolf Steinhilper im Rahmen der Veranstaltung. Durch die veränderten Rahmenbedingungen und Kundenanforderungen birgt die Produktionslogistik ein enormes Potenzial für oberfränkische KMU. Dieses Potenzial wurde durch aktuelle Studien und Trends aus der Automobilindustrie verdeutlicht und anhand von Praxisbeispielen aufgezeigt.

 Anwesend waren Vertreter der beteiligten Partner Bergophor Futtermittelfabrik Dr. Berger GmbH & Co. KG, Eurofoam KFM GmbH, PEMA Vollkorn-Spezialitäten Heinrich Leupoldt KG, Pending System GmbH & Co. KG, PUTZIN Maschinenbau GmbH, WEDLICH.Servicegruppe GmbH & Co. KG, GAKO International GmbH sowie der Hochschule Rosenheim, des Lehrstuhls für Produktionswirtschaft und Industriebetriebslehre der Universität Bayreuth und der Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation.